Nachruf an Alexander Röhsler, unseren Freund und Vereinskollegen

(Zusammengestellt aus Beiträgen seiner Freunde im Verein)

Es ist unverständlich, warum jemand aus dem Leben scheidet. Egal, ob jemand religiös ist oder nicht. Niemand von uns versteht, warum ein Gatte, Sohn, Freund oder auch Vereinskollege plötzlich nicht mehr da ist. Im Fall von Alexander ist dies leider besonders krass und unverständlich. Es macht einfach keinen Sinn, dass man ihn nicht mehr treffen, fachsimpeln oder diskutieren kann. Man versteht einfach nicht, wieso das alles so ist. Umsomehr ist die Trauer und vor allem diese Sprachlosigkeit da.

Bereits in den Anfangstagen von FunkFeuer Wien wurde Alexander Teil des Projektes. Als FunkFeuer noch eher eine träumerische Idee war, zog ihn bereits die Begeisterung für die Idee an. Er ist somit eines unserer ersten Mitglieder, die bereits ganz am Anfang mit Tatkraft hinter dem Projekt standen.

Viele von uns haben Alex dort kennengelernt wo er sich am Wohlsten - in seinem Element fühlte - mitten in einem großen Projekt, bei der Umsetzung oder beim Sinnieren über eine Idee. Er war stets ein Macher - jemand, der vordenkt, anpackt und es nicht beim Reden belässt. Wenn uns Themen zu groß, zu schwierig, zu schwer umsetzbar waren - hatte man Alex garantiert an Bord. Er war dabei aber niemals derjenige, der am lautesten war. Er war überlegt, brachte seine Argumente und man konnte sich darauf verlassen, dass dies dann auch Hand und Fuß hatte.

Seine sympathische, ruhige, respektvolle aber auch verspielte und lustige Art mit uns und Technik führte zu vielen Freundschaften. Durch seine Kreativität im Großen und Kleinen, seine Bereitschaft zu lernen und die richtigen Fragen zum richtigen Zeitpunkt zu stellen, schaffte er sich viel Respekt. Er war, wie man so schön sagt, ein “g’rader Michl” und hatte auch abseits der Technik und der Projekte immer ein offenes Ohr und manchmal auch Lösungen parat.

Wenn man über Alex nachdenkt, kommt einem unweigerlich die Realisation, wie unkompliziert und angenehm die Arbeit mit ihm war. Für Alex schien immer das Ziel der Weg. Er organisierte und man konnte sich darauf verlassen, dass Sachen, die Alex machte, Hand und Fuß hatten. Für Alex war ein Tag erst zu Ende, wenn das Projekt abgeschlossen - die Arbeit getan war, oft nach Mitternacht und bis ins Morgengrauen. Was er tat - tat er aus Spaß, Begeisterung und Interesse an der Sache und dabei strebte er nie nach Anerkennung.

Alexander war immer hilfsbereit, niemals überheblich, extrem produktiv und hat trotzdem immer in sich ruhend gewirkt und sein verschmitztes Lächeln wird uns immer in Erinnerung bleiben. Mit dieser Art hat er uns bei Funkfeuer nachhaltig berührt. In unseren Gedanken wird er weiterleben - als der Mensch - wie wir ihn gekannt haben, mit all seinen liebenswerten Eigenschaften.

Für den Vorstand und seine Freunde im Verein,
Wolfgang Nagele (Obmann)